24. April 2012

Bau­ar­bei­ten am größ­ten Solar­park in Mit­tel­hes­sen been­det — in vier Wochen soll es ans Netz gehen

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UMWELT/POLITIK und WIRTSCHAFT

Glit­zernde Spie­gel soweit das Auge reicht: Wo vor vier Wochen höchs­tens mys­te­riöse schmale Stäbe began­nen, dicht an dicht in die Höhe zu ragen, sind es jetzt Spie­gel­plat­ten in einer exak­ten Süd­aus­rich­tung ent­lang der Straße nach Bad End­bach im Gewer­be­ge­biet, die vom Ende der Bau­ar­bei­ten kün­den. „Wir haben noch bis heute, Don­ners­tag,  zu tun, dann sind wir hier fer­tig”, sagt der zustän­dige Bau­lei­ter. Dass hier mit der Ham­bur­ger Ener­parc AG ein Groß­in­ves­tor am Werk ist, wird schnell beim Blick auf die Bau­fahr­zeuge deut­lich, wenn nicht der Blick auf die blin­ken­den Plat­ten reicht.

Das wer­den annä­hernd 7 Mega­watt Leis­tung sein, ich denke, dass ist hier schon die größte Anlage. Zumin­dest die wir hier mon­tiert haben”, sagt der Mann. Ihn ver­rät der Zun­gen­schlag, dass er nicht aus dem mit­tel­hes­si­schen stammt. Die Kenn­zei­chen der Bau­stel­len­fahr­zeuge wei­sen auf Kreise und Städte in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Sach­sen hin. „Wir sind das ganze Jahr unter­wegs”, stellt der Bau­lei­ter fest. Und zieht vom Leder. „Wir spü­ren ganz gut, dass in den Markt die Anbie­ter aus Ost­eu­ropa rein­drän­gen”, sagt der Mann. Den aus­län­di­schen Kol­le­gen macht er kei­nen Vor­wurf. Aber denen, die sie beschäf­ti­gen. „Stun­den­löhne von immer noch drei bis vier Euro — da kön­nen und wol­len wir nicht mit­zie­hen”, sagt der Bau­lei­ter der Firma, die ein Sub­un­ter­neh­mer des Ham­bur­ger Inves­tors ist. Seine Arbeit sei in Bad End­bach jeden­falls nach Plan am heu­ti­gen Don­ners­tag been­det und dann solle es noch rund vier Wochen dau­ern, bis die Anlage ans Netz ange­schlos­sen werde. Die Leis­tung der Anlage wird von rund 30000 Modu­len gelie­fert. Zum Ver­gleich: Der Solar­park, der gerade auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Nato­tan­kla­gers bei Erda im Lahn-Dill-Kreis gebaut wird, hat rund 15000 Module.

Pro­test gegen Solar­parke sind neu. Sol­che gegen Wind­kraft­an­la­gen oder Bio­gas­an­la­gen sind bekannt. Aber in Bot­ten­horn, einem Orts­teil Bad End­bachs hat­ten sich 150 Ein­woh­ner gegen den Zorn ihres Bür­ger­meis­ters, Mar­kus Schä­fer (CDU), gegen den Bau eines Solar­parks aus­ge­spro­chen. Der geplante Stand­ort sei zu exponiert.

Im Gewerbegebiet "In der Lache" bei Bad Endbach steht jetzt der derzeit größte Solarpark Mittelhessens.

Rie­sig scheint sich die Solar­flä­che über die Erde bei Bad End­bach zu ziehen.

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Comments

  1. Sven says:

    Danke für die­sen lesens­wer­ten Bei­trag über den Solar­park in mei­nem Heimatort.

  2. Aßmann,Horst says:

    Hallo,

    der Arti­kel war Intres­sant und gut.
    Ich finde es auf alle fälle bes­ser einen Solar­park hin­zu­stel­len, als Atom­kraft­werke und ihre Ent­sor­gungs­kos­ten zu bezahlen.

    Horst

Trackbacks

  1. […] um das 35-fache über­trof­fen. Dazu trage unter ande­rem die Ende 2011 ans Netz gegan­gene Solar­strom­an­lage im ehe­ma­li­gen Nato­tan­klager bei.  Die Bür­ger­schaft soll übri­gens von der Hohen­ah­rer Wind­kraft nicht nur im […]

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